Was sind chemische Peelings?

Ein chemisches Peeling ist eine äußerliche, dermatologisch-ästhetische Anwendung für die Haut mit Fruchtsäure oder chemischer Säure, um Falten, altersbedingte Hautveränderungen, Sonnenschäden, Pigmentflecken oder oberflächliche Aknenarben zu beseitigen und die Haut zu straffen. Ein chemisches Peeling wirkt stimulierend und verbessert die Hautoberflächenstruktur. Die unterschiedlichen Substanzen, die zur Wahl stehen, wirken in ihrer chemischen Zusammensetzung entweder schwächer oder stärker in die Hautstruktur ein.

 

 

Was sind chemische Peelings

 

 

Abhängig von der erwünschten Tiefenwirkung unterscheidet man zwischen drei chemischen Peeling-Methoden: dem oberflächlichen, dem mitteltiefen und dem tiefen Peeling. Je höher die Abtragung der obersten Hautschichten sein soll, umso stärker müssen die einzusetzenden Substanzen sein.

 

Häufig werden eine aus Zuckerrohr gewonnen Fruchtsäure, die sogenannte Glycolsäure (AHA-Peeling) oder auch Trichloressigsäure (TCA-Peeling) verwendet. Das stärkste, und daher auch wirksamste Peeling ist das Peeling mit Phenol (Phenol-Peeling), was in Deutschland nur selten verwendet wird, aber das beste Ergebnis liefert.

 

Ein Peeling mit AHA, TCA oder Phenol reinigt nicht nur tief, sondern hält, abhängig von der Methode, über mehrere Jahre. So können Frauen oder Männer, die keinen operativen Eingriff durchführen lassen möchten, mit einem Tiefenpeeling ihre Hautoberflächenstruktur verbessern.

 

 

 

 

Aufbau der Haut und Wirkung chemischer Peelings

 

 

 

 

Die Haut besteht aus drei Schichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subcutis).  Durch die Anwendung einer chemischen Lösung zur Verbesserung der Oberflächenstruktur der Gesichtshaut werden äußere abgestorbene Hautzellen entfernt und die Regeneration der Oberhaut stimuliert. Es kommt zu einer Neustrukturierung und Verdickung der Haut durch die Bildung von kollagenen Fasern in der Lederhaut, während auch der Feuchtigkeitsgehalt der Haut ansteigt.  Gleichzeitig regen die chemischen Peelings die Kollagenproduktion und die Wasserbindungsfähigkeit der Haut an. Peelings dienen der Regeneration der Haut und erzielen ein strafferes, jüngeres und rosiges Hautbild. Je tiefer ein Peeling in die Haut eindringt, umso stärker schält sich die Haut ab und umso länger braucht sie, um danach zu verheilen.

 

 

 

 

AHA Peeling (Glycolsäure Peeling)

 

 

 

 

chemische peeling acne ervaring

 

 

 

 

 

 

Das Peeling mit Glycolsäure ist ein oberflächliches mildes Peeling, das bei unterschiedlichen Hautunebenheiten eingesetzt werden kann. Zum Behandlungsspektrum gehören kleine Fältchen, ungleichmäßige Pigmentierung der Haut, Rosacea, leichte Akne, flache Aknenarben und grobporige, zu Unreinheiten neigende Haut.

 

 

 

 

 

Glycolsäure 50% Fruchtsäurepeeling

Glycolsäure 50 Fruchtsäurepeeling

 

 

 

 

 

 

Das Peeling mit Glycolsäure ist ein spezielles chemisches Peeling zur Hauterneuerung. Die oberste Hautschicht (Hornschicht) wird abgetragen, sodass tote Hautzellen entfernt werden und sich die darunterliegenden Hautzellen regenerieren können und die intakte Epidermis zum Vorschein kommt. Die alpha-Hydroxysäuren (AHA) stimulieren die tieferen Schichten der Haut und regen die Neubildung des stützenden Bindegewebes (Kollagen) an. Die Haut wird straffer und fester, zumal die Wasserbindungsfähigkeit der Haut steigt und die Haut auf diese Weise mit Feuchtigkeit versorgt wird.  Da es verschieden einsetzbare Glycolsäurezubereitungen gibt, untersucht und beurteilt der behandelnde Arzt Ihre Haut, um die richtige Therapie für Sie festzulegen.

 

 

 

 

TCA Peeling

 

 

 

 

Das Peeling mit Trichloressigsäure ist ein oberflächliches bis mitteltiefes Peeling – abhängig von der Säurekonzentration -, das die Haut abschält, und sowohl Unreinheiten, Pigmentstörungen als auch Fältchen, Narben und Warzen minimiert oder beseitigt. Es sollte aufgrund der aggressiven Substanz nur von einem Arzt angewandt werden, da TCA ein Keratolytikum (hornlösender Wirkstoff) ist und starke Verätzungen der Haut verursachen kann.

 

 

10-15% – TCA – Lösung: oberflächliche Abschälung der Epidermis


15-35% – TCA – Lösung: tieferes Peeling bis zur papillären Dermis

 

 

 

 

 

Trichlosessigsäure Peeling 15% (TCA Peeling)

Trichlosessigsäurepeeling 15

 

 

 

 

 

 

Abhängig von Ihrem Hautbild und dem Effekt, den Sie erreichen wollen, untersucht und berät Sie Ihr Facharzt bezüglich der geeigneten Konzentration der Trichloressigsäure.

 

 

 

 

Peeling mit Phenol

 

 

 

 

Das Peeling mit Phenol ist das stärkste und aggressivste chemische Peeling, das Sie anwenden lassen können.  Bei der stärksten chemischen Peeling-Substanz, dem Phenol, wird die Epidermis zerstört. So kann die Haut bis zur Kollagenschicht abgetragen bzw. „abgeschmolzen“ werden. Aggressive Moleküle dringen tief in die Dermis ein, die dadurch gereizt und stimuliert wird. Danach folgt eine de novo – Rekonstruktion (Neuaufbau) der Haut. Die Epidermis ist wieder nach etwa 8 Tagen aufgebaut, während die Dermis zwischen 2 und 6 Monaten braucht, bis sich normale Strukturen nachweisen lassen.

 

 

Insgesamt ist das Peeling mit Phenol das, was die wirksamsten Ergebnisse nach einer Behandlung liefert und einen Lifting – Effekt auslöst. Die Hautspannung wird wiederhergestellt und das Gesicht optisch bis um 15 Jahre verjüngt. Die Behandlung zeigt Langzeitwirkung – und Ergebnisse, ist hervorragend für die Behandlung schwerer Formen von Hautalterung geeignet und wird nur im Gesicht angewandt.

 

 

 

Vorher und Nachher

phenol peeling vorher und nachher

 

 

 

 

Mittlerweile haben sich die Exoderm – (Y.Fintsi) und Exopeel-Methode (Vigneron) in der Phenol-Behandlung durchgesetzt, nachdem es vorher nach der Gordon-Baker Methode angewandt wurde. Die Behandlungsmethode Exopeel ist das Ergebnis einer langen Entwicklung und Perfektionierung, welche das Ziel hatte, die Gesichtshaut weitgehend zu verjüngen und zu erneuern.

 

 

 

 

 

Wie verläuft ein chemisches Peeling?

 

 

 

 

Der Ablauf eines chemischen Peelings ist fast immer gleich, egal welche Substanzen angewandt werden. Zur speziellen Vorbereitung verschreibt der Arzt häufig eine täglich zu verwendende Prä-Peel Creme, die sowohl bleichende als auch exfoliative Bestandteile enthält, damit das Peeling tiefer in die Hautschichten vordringen kann.

 

 

Unmittelbar vor der Behandlung wird die Haut gereinigt und entfettet. Dann werden entweder AHA, TCA oder Phenol auf die Haut aufgetragen. Nach ihrer entsprechenden Einwirkzeit wird die Haut neutralisiert.

 

 

Die Haut kann während und nach der Behandlung unangenehm brennen. Bei den tiefer wirkenden Peelings tritt eine Hautschälung ein, die einige Tage andauern kann, bis die erneuerte Haut zum Vorschein kommt.

 

 

Beim TCA Peeling tritt eine starke Schälwirkung nach 1-2 Tagen ein und kann bis zu 5-7 Tage anhalten, bis die regenerierte Epidermis sichtbar wird.

 

 

 

 

Lediglich beim aggressiven Peeling mit Phenol (Exopeel oder Exoderm – Methode) wird eine andere Prozedur angewandt.

 

 

  • Die Haut wird zunächst 2-3 Wochen lang vorbereitet und radikal entfettet.

  • Das Auftragen der Lösung mit einem Wattestäbchen erfolgt in mehreren Schritten.

  • Die Haut wird danach mit Zinkoxidplaster über 24 h luftdicht abgeklebt, sodann erfolgt eine ergänzende Phenolbehandlung.

  • Abschließend erfolgt die Anlage einer antipeptischen Pudermaske für 7 Tage.

  • Das Gesicht wird nach der Behandlung 24 h in einen Verband gelegt.

 

 

 

 

Beim Peeling mit Phenol tritt eine starke Schälwirkung auf, die Haut verkrustet und darf nicht manuell entfernt werden, um keine neuen Narben zu hinterlassen. Die Haut regeneriert sich innerhalb von 2 -3 Wochen. Allerdings muss über einige Monate UV-Belastung vermieden werden und ein hoher Sonnenschutzfaktor aufgetragen werden.

 

 

 

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um ein Peeling durchführen zu lassen?

 

 

 

Grundsätzlich gibt es wenige Einschränkungen, die von einem Peeling ausschließen. Ein AHA-Peeling kann jeder Hauttyp durchführen lassen. Lediglich Menschen mit sensibler Haut können darauf mit Rötungen und selten auch mit Entzündungen reagieren. Für sie sind Enzympeelings besser geeignet.

 

 

 

Ein Peeling mit TCA darf in folgenden Fällen nicht angewandt werden:

 

 

 

  • Schwangerschaft und Stillzeit

  • Akute Herpes Infektion

  • Akute Entzündungen der zu behandelnden Hautareale

  • Bei dunklem Hauttyp

  • Patienten mit Keloidneigung (wuchernde Narbenbildung)

  • Unmittelbar nach Sonnenbädern

 

 

 

 

In folgenden Fällen ist ein Tiefenpeeling mit Phenol des ganzen Gesichts kontraindiziert:

 

 

 

 

  • Schwerer insulinpflichtiger Diabetes mellitus

  • Schwere Herzkrankheit: Hier sollte der Rat eines Kardiologen eingeholt werden

  • Schweres Leber – oder Nierenleiden

  • Aktiver Hausausschlag

  • Schwangerschaft und Stillzeit

  • Bei dunklem Hauttyp

  • Akute Herpes Infektion (Gefahr der Ausbreitung)

  • Keloidneiung

 

 

 

 

 

 

 

Welche Vorteile hat ein chemisches Peeling?

 

 

 

Ein chemisches Peeling unterstützt die Neubildung und Regeneration der Haut und wird hauptsächlich auf Gesicht, Hals, Dekolleté, Armen und Händen angewandt. Ein chemisches Peeling kann oberflächliche Hautunebenheiten bis hin zu tiefen Falten reduzieren und eine straffe, feste Wirkung mit neuer Hautelastizität bewirken. Bei der Anwendung eines Peelings mit Phenol kann man sogar von einem Lifting-Effekt sprechen.  Abhängig von der gewählten Peeling-Methode können die positiven Ergebnisse über Jahre hinweg sichtbar bleiben.

 

 

Mit einem chemischen Peeling können Sie Ihre Haut ohne operative Verfahren verjüngen und auf sämtliche Schnitte mit Skalpell verzichten. Verglichen mit anderen minimal oder nicht invasiven Verfahren, wird eine längere Wirkungsdauer erzielt.

 

 

 

Vorteile chemischer Peelings:

 

 

  • Erzielen optimaler Ergebnisse

  • Resultat bei AHA – Peeling sofort sichtbar

  • Kurze Behandlungsdauer

  • Relativ kurze Regenerationszeit

  • Verjüngte, glattere und prallere Haut

  • Hautstraffung

  • Hauterneuerung

  • Minderung von Falten, Narben, Unregelmäigkeiten, Hautflecken etc. ohne OP

 

 

 

 

Welche Komplikationen können auftreten?

 

 

 

Ein chemisches Peeling ist ein hochwirksames Verfahren, das nicht mit einem Peeling bei einer Kosmetikerin oder mit einem in häuslicher Anwendung zu verwechseln ist. Die verwendeten Säuren sind weitaus konzentrierter und wirksamer und daher nur vom Fachspezialisten anzuwenden.  Die richtige Vor – und Nachbehandlung der Haut ist für den Erfolg ausschlaggebend. Bei unsachgemäßer Anwendung oder bei mangelnder Vor-oder Nachsorge können Komplikationen auftreten.  Es kann selten, abhängig von der Behandlung, zu Komplikationen kommen. So sind Infektionen mit Viren oder Bakterien möglich. Dies kann dazu führen, dass sich die Heilung der Wunden verzögert und sich Narben bilden können. Außerdem kann es zu einer Narbenbildung kommen, wenn das Peeling zu tief durchgeführt wurde.

 

 

Vorübergehend kann eine Hyperpigmentierung (Dunkelfärbung der Haut) eintreten. Besonders bei dunklen Hauttypen kann sich durch die Behandlung eine dauerhafte Hypopigmentierung (Aufhellung) der Haut einstellen. Es kann zu Schwellungen im Gesichtsbereich kommen. Ferner sind Hautrötungen möglich (Phenol-Behandlung), die einige Monate anhalten können.

 

 

In allen Fällen ist vor und nach den Behandlungen ein hoher Sonnenschutz über einen bestimmten Zeitraum aufzutragen. Sonne ist Gift für die Haut, die einem chemischen Peeling unterzogen wurde. Deshalb sollten Sie gerade die intensiveren Peelings nicht unbedingt vor einem geplanten Sommerurlaub durchführen. Zudem muss das Gesicht im Sommer besonders geschützt und mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Manchmal werden, um eine bakterielle Infektion zu vermeiden, anschließend an die Behandlung auch antiseptische Salben verschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Glykolsäure und Fruchtsäurepeelingwww.glycolicpeel.de

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