Chemisches Peeling

Ein chemisches Peeling verbessert die Hautoberflächenstruktur. Chemical Peeling ist ein Überbegriff für ein Peelingverfahren mit Substanzen, die eine reizende (ätzende) Wirkung auf die Haut haben. So wird eine Ablösung von oberen und tiefer gelegenen Hautschichten bewirkt. Dieses Verfahren kann Hautunregelmäßigkeiten und Alterserscheinungen der Haut (grobporige Haut, Mitesser, Akne, feine Fältchen, Sonnenschäden, Verhornungsstörungen, Altersflecken und unter Umständen auch kleine Narben) beseitigen. 

 

ein chemisches peeling ist mit fruchtsaeure trichloressigsaeure und phenol moeglich

 

 

 

 

Die verwendeten Substanzen unterscheiden sich in der Eindringtiefe, letztlich in der Stärke ihrer Wirkung. Folgende Substanzen werden häufig verwendet:

 

  • Fruchtsäuren (AHA): Die Behandlung ist mild. Sie wirkt auf die oberflächlichen Hautschichten.

  • Trichloressigsäuren (TCA): Je nach Konzentration wirkt die Behandlung auf die oberflächlichen bis mitteltiefen Hautschichten

  • PhenolAls Alternative zum Laser-Peelling. Die Behandlung wirkt auf die tiefen Hautschichten. Hierzulande wird das Phenol-Peeling selten angeboten, häufiger in den USA.

 

 

 

Was bewirkt ein Fruchtsäurepeeling (AHA) und ist es für mich geeignet? Die Haut wird glatter und klarer und erholt sich von dieser Behandlung sehr schnell. Es ist also auch als Peeling für „zwischendurch“ geeignet. Das Fruchtsäurepeeling wird angewandt, um feine Fältchen, trockene Stellen, ungleichmäßige Pigmentierung und leichte Akne zu behandeln. Dabei wird die oberste Hornzellschicht abgetragen. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, sind meist mehrere Behandlungen nötig. Bei akuter Herpes-Infektion, bei entzündlich-veränderter oder sensibler Haut und nach Sonnenbädern sollte ein Peeling mit Fruchtsäuren nicht durchgeführt werden. Sonst sprechen keine Gründe dagegen, ein Peeling mit Fruchtsäuren durchzuführen.

 

 

 

 Fruchtsäuren AHA

 

 

 

Was muss ich vor einem Peeling mit Fruchtsäure beachten? Unmittelbar vor der Behandlung sollte die Haut gründlich gereinigt werden, um Infektionen zu verhindern. Besondere Vorbereitungen im Vorfeld der Behandlung brauchen Sie nicht zu treffen. Manchmal bereitet man die Haut ein bis zwei Wochen vor der Behandlung mit einer fruchtsäurehaltigen Salbe auf das Peeling vor.

 

Welche Narkose wird verwendet? Eine Narkose ist nicht erforderlich. Was passiert während der Behandlung? Die Behandlung dauert nur 10-20 Minuten. Sie wird für einen festgelegten Zeitraum wöchentlich wiederholt. Je nach Hauttyp und individueller Haut-Reaktion der Patienten kann die Fruchtsäurekonzentration stufenweise bis auf 70 Prozent AHA erhöht werden. Die Fruchtsäure-Lösung wird im Gesichtsbereich aufgetragen.

 

 

 

 Glycolsäure 50 Fruchtsäurepeeling

 

 

Welche Komplikationen können vorkommen? Während der Behandlung kann es zu einem unangenehmen Gefühl des Brennens kommen, das mit der Zeit nachlässt. Mit einer Rötung der behandelten Hautareale muss gerechnet werden. Im ungünstigsten Fall kann es zu Infektionen kommen, was beim Peeling mit Fruchtsäuren äußert selten vorkommt.

 

 

Was sollte nach dem Fruchtsäurepeeling beachtet werden? Unmittelbar nach dem Peeling können Sie ihre gewohnten Tätigkeiten aufnehmen. Das Gesicht kann aber noch leicht gerötet sein.

 

 

 

 

Peeling mit Trichloressigsäure (TCA)

 

 

 

Was bewirkt ein Peeling mit Trichloressigsäure und ist es für mich geeignet?

Ein Peeling mit Trichloressigsäuren (TCA) bewirkt ein oberflächliches bis mitteltiefes Abschälen der Haut. Das ist von der verwendetet Konzentration abhängig. Man unterscheidet:

 

  • das Easy Peel –oberflächliches TCA-Peelling (Konzentration: 15 Prozent TCA)

  • das mitteltiefe TCA-Peeling (Konzentration: 35 Prozent TCA)

 

Durch die Behandlung können feine Falten und Altersflecken beseitigt werden. Ziel ist eine weichere, erheblich frische Haut. Die Haut braucht länger als beim Fruchtsäurepeeling, um sich von der Behandlung zu erholen. In der Regel ist es notwendig, das Trichloressigsäure-Peeling zu wiederholen, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Das TCA-Peeling wird vorwiegend im Gesicht angewandt, ist aber auch zur Behandlung von Hals, Dekollete, Armen und Händen geeignet.

 

Bei akuter Herpes-Infektion, bei entzündlich-veränderter oder sensibler Haut und nach Sonnenbädern sollte ein Peeling mit Trichloressigsäure nicht durchgeführt werden.

 

 

 

 

Trichlosessigsäurepeeling 15

 

 

 

 

Für das mitteltiefe TCA-Peeling gilt zudem: 
Es darf bei dunklem Hauttyp (z.B. bei Südeuropäern) nicht angewandt werden. Wenn Patienten unter der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) leiden, sollte ein Peeling mit Trichloressigsäure nicht erfolgen, da dies zu einem Schub der Erkrankung führen kann. Auch bei Patienten, die verstärkt dazu neigen, Narben zu bilden (Keloidneigung), sollte sorgfältig abgewogen werden, ob ein Peeling mit TCA durchgeführt wird.

 

 

Was muss ich vor einem Peeling mit Trichchloressigsäure beachten? Unmittelbar vor der Behandlung sollte die Haut gründlich gereinigt werden, um Infektionen zu verhindern. Ist ein mitteltiefes TCA-Peeling geplant, werden einige Tage vor der Behandlung vorbeugend Anti-Herpes Tabletten eingenommen.

 

 

Was passiert während des TCA-Peelings? Die Behandlung dauert nur 10-20 Minuten. Nachdem die Haut gereinigt wurde, wird die TCA-Lösung aufgetragen. Die Behandlung kann unangenehm brennen. Dieses Gefühl lässt allerdings mit der Zeit nach. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, ist es manchmal notwendig, die Behandlung zu wiederholen. Dies ist frühestens nach 1-2 wöchiger Erholungsphase möglich.

 

 

Welche Komplikationen können vorkommen? Selten sind Komplikationen beim Easy Peel. Hauptsächlich kann es dort zu Rötungen und Schwellungen kommen.

 

Beim mitteltiefen Peeling können folgende Komplikationen auftreten:

  • Eine Infektion mit Viren oder Bakterien. Diese schwerwiegende Komplikation kann dazu führen, dass sich die Heilung der Wunden verzögert und sich Narben bilden.

  • Zu einer Narbenbildung kann kommen, wenn das Peeling zu tief durchgeführt wird.

  • Vorübergehend kann eine Hyperpigmentierung (Dunkelfärbung der Haut) eintreten.

  • Besonders bei dunklen Hauttypen kann sich durch die Behandlung eine dauerhafte Hypopigmentierung (Aufhellung) der Haut einstellen. 

  • Es kann zu erheblichen Schwellungen im Gesichtsbereich kommen.

  • Es kann sich eine Hautrötung einstellen, die einige Monate anhalten kann.

 

 

Was sollten Sie nach dem Peeling mit Trichchloressigsäure beachten? Für das Easy Peel gilt: Unmittelbar nach dem Peeling können Sie ihre gewohnten Tätigkeiten aufnehmen. Das Gesicht kann aber noch leicht gerötet sein. Ein ausreichender Sonnenschutz ist für einige Wochen erforderlich.

 

 

Für das mitteltiefe TCA-Peeling gilt: Die Heilungsphase dauert ca. 14 Tage. Nach der Behandlung sollte eine Bleichsalbe für 2-3 Monate verwendet werden, um eine Hyperpigmentierung (Dunkelfärbung der Haut) zu verhindern. Zur Vermeidung einer bakteriellen Infektion können antiseptische Salben verwendet werden. Sehr wichtig ist ein ausreichender Sonnenschutz (Sunblocker mit dem Faktor 20, besser höher) über mehrere Monate.

 

 

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Peeling mit Phenol

 

 

 

Was bewirkt ein Peeling mit Phenol und ist es für mich geeignet? Ein Peeling mit Phenol bewirkt ein tiefes Abschälen der Haut. Es gilt als mögliche Alternative zum Laser-Peeling mit CO2. In Deutschland wird es seltener angeboten als in den USA. In der Vergangenheit wurde das Peeling nach der „Gordon-Baker-Phenol-Rezeptur“ durchgeführt. Inzwischen hat sich das Exoderm/Exopeel durchgesetzt nach einer Rezeptur von Dr. Fintsi. Durch die neue Rezeptur treten deutlich geringere Nebenwirkungen auf.

 

 

 

 

Peeling mit Phenol

 

 

 

 

Durch die Behandlung können tiefe, grobere Falten, Hautkrebsstufen zu Basaliomen (aktinische Keratosen) und Narben beseitigt werden. Ziel ist es eine gleichmäßige, glatte Haut. Die Haut braucht deutlich länger als beim Trichloressigsäurepeeling, um sich von der Behandlung zu erholen. Manchmal wird das Phenol-Peeling wiederholt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Das Phenol-Peeling wird ausschließlich im Gesicht angewandt.

 

 

 

 Peeling mit Phenol 1

 

 

Peeling mit Phenol 2

 

 

 

Ein Peeling mit Phenol darf nicht durgeführt werden:

 

  • wenn eine akute Herpes-Infektion vorliegt

  • wenn entzündlich-veränderte oder sensilble Haut

  • nach Sonnenbädern 

  • beim dunklen Hautyp (z.B. Südeuropäer)

  • wenn Patienten unter der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) leiden

  • wenn Patienten verstärkt dazu neigen, Narben zu bilden (Kelloidneigung)

  • bei Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, da Phenol über die Haut in den Körper kommen kann und dann systemisch wirkt.

 

 

Was muss ich vor einem Peeling mit Phenol beachten? Unmittelbar vor der Behandlung sollte die Haut gründlich gereinigt werden, um Infektionen zu verhindern. Einige Tage vor der Behandlung werden vorbeugend Anti-Herpes Tabletten eingenommen.

 

 

Welche Narkose wird verwendet? Eine Narkose ist nicht erforderlich. Manche Patienten wünschen sich während der Behandlung eine Sedierung (Dämmerschlaf). Besonders, wenn ein großes Hautareal behandelt wird, sollte ein EKG-Monitoring durchgeführt werden, um zu erkennen, ob das Phenol, sich systemisch auf das Herz auswirkt und rechtzeitig die Behandlung abzubrechen.

 

 

Was passiert während des Phenol-Peelings? Je nach Umfang und Gebiet kann die Behandlung wenige Minute bis zu einer Stunde dauern. Nachdem die Haut gereinigt wurde, wird die Phenol-Lösung aufgetragen. Wenn die Lösung aufgetragen wird, kann die Haut unangenehm brennen. Dieses Gefühl lässt allerdings mit der Zeit nach. Die Behandlung kann, wenn das gewünschte Ergebnis nicht erzielt wird, wiederholt werden. Dies ist frühestens nach 2-6 monatiger Erholungsphase (Heilungsphase) möglich.

 

 

Welche Komplikationen kommen vorkommen? Beim Phenol-Peeling können folgende Komplikationen auftreten:

 

  • Kann bei systemischer Wirkung giftig auf Herz, Leber und Nieren wirken.

  • Eine Infektion mit Viren oder Bakterien. Diese schwerwiegende Komplikation kann dazu führen, dass sich die Heilung der Wunden verzögert und sich Narben bilden.

  • Zu einer Narbenbildung kann kommen, wenn das Peeling zu tief durchgeführt wird.

  • Vorübergehend kann eine Hyperpigmentierung (Dunkelfärbung der Haut) eintreten.

  • Besonders bei dunklen Hauttypen kann sich durch die Behandlung eine dauerhafte Hypopigmentierung (Aufhellung) der Haut einstellen. 

  • Es kann zu erheblichen Schwellungen im Gesichtsbereich kommen.

 

 

Was sollten Sie nach dem Phenol-Peeling beachten? Zunächst kommt wird ein Verband für 24 Stunden angelegt, anschließend eine antiseptische Pudermaske aufgetragen. Diese fällt nach 6 bis 8 Tagen von alleine ab. Nach 14 bis 21 Tagen ist die Heilungsphase abgeschlossen und Sie sind wieder gesellschaftsfähig. Nach der Behandlung sollte eine Bleichsalbe für 2 bis 3 Monate verwendet werden, um eine Hyperpigmentierung (Dunkelfärbung der Haut) zu verhindern. Zur Vermeidung einer bakteriellen Infektion können antiseptische Salben verwendet werden. Sehr wichtig ist ein ausreichender Sonnenschutz (Sunblocker mit dem Faktor 20, besser höher) für 6 Monate. Um die Gesichtsschwellung zu bremsen kann eine kortisonhaltige Salbe aufgetragen werden.

 

 

 

 

 

 

 

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